Informationen zur Gelbfieberimpfung

    Erkrankung
    Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche Viruserkrankung, die in einer Reihe von Ländern im tropischen Afrika südlich der Sahara und im tropischen Südamerika vorkommt. In Gebieten mit Vorkommen von Gelbfieber ist eine Übertragung in ländlichen und städtichen Regionen durch Mücken möglich. Eine ursächliche Behandlung nach einer Infektion mit dem Gelbfiebervirus ist nicht möglich. Der nicht- immune Patient verstirbt trotz intensiver Therapie häufig an den Folgen eines Multiorganversagens.

    Impfung und Impfreaktionen
    Die Impfung wird für alle Reisenden in endemische Gelbfiebergebiete empfohlen, dabei sind auch Transitaufenthalte und Impfvorschriften der bereisten Länder zu berücksichtigen. Die gut wirksame und von gesunden im allgemeinen gut vertragene Gelbfieberimpfung ist ein Lebendimpfstoff, d.h. es werden einmalig mindestens 10 Tage vor der Reise abgeschwächte, aber vermehrungsfähige Gelbfieber-Impfviren in den Oberarm gespritzt. Bei Geimpften kann es an der Einstichstelle zu einer leichten Rötung kommen, außerdem werden bei ca. 5-10% der Geimpften nach 2-8 Tagen während der Virusverehrung im Körper grippe-ähnliche Symptome, z.B. Abgeschlagenheit, leichte Temperaturerhöhung, Kopf- oder Gliederschmerzen beobachtet. In dieser Zeit bildet das gesunde Immun- und Abwehrsystem die schützenden Abwehrstoffe (Antikörper). Zehn Tage nach der erstmaligen Geldfieberimpfung sind Sie mindestens 10 Jahre geschützt.

    Komplikationen und Vorsichtsmassnahmen
    Die Risiken einer Gelbfieberimpfung scheinen altersabhängig zu sein, leichte und auch schwere Nebenwirkungentreten bei einem Alter über 60 Jahren häufiger auf. Bei Kindern vor dem 9. Lebensmonat ist das Risiko schwerer Nebenwirkungen (Hirnentzündung) erhöht.
    Nicht geimpft werden sollte bei akuten Erkrankungen. Kinder vor dem 9. Lebensmonat dürfen nicht geimpft werden, Kinder im Alter von 9-12 Monaten sollten nur in Ausnahmefällen geimpft werden. Ebenfalls kontraindiziert ist die Impfung in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Personen mit eingeschränkter Immunantwort, z.B. AIDS-Patienten mit <200 CD4-Zellen, Leukämie, Erkrankungen der Lymphdrüsen, generalisierten Krebserkrankungen oder Personen, bei denen durch Medikamente oder Bestrahlung das Immunsystem beeinträchtigt ist, z.B. nach Transplantationen. Personen mit einer Hühnereiweisß-Allergie sollten nicht geimpft werden, da es in diesen Fällen zu schweren allergischen Reaktionen kommen kann. Bis zu zwei Wochen nach der Impfung kann es gelegentlich zu einer Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten) mit Blutungsneigung kommen; Patienten mit einer Blutungsneigung sollten daher nur nach strenger Risikoabwägung geimpft werden. Bei chronischen neurologischen Ergrankungen, bei schweren Vorkrankheiten und bei einem Alter über 60 Jahren ist Nutzen und Risiko der Impfung besonders sorgfältig abzuwägen.
    Bei mehreren Millionen Geimpften weltweit wurden seit 1996 einige Fälle von schwer und sogar tödlich verlaufenden Erkrankungen mit vielfachen Organschäden in zeitlichem und ursächlichem Zusammenhang mit einer Gelbfieberimpfung beobachtet. Der zugrunde liegende Zusammenhang ist bisher noch nicht völlig geklärt.

    Verhalten nach der Impfung
    Für eine Woche keine intensiven Sonnenbäder (auch Solarium), keine außergewöhnlichen körperlichen Anstrengungen und Alkohol vermeiden! Keine Blutspende innerhalb von vier Wochen nach Impfung. Alle Krankheitserscheinungen, die über das Maß eine lokalen Impfreaktion hinausgehen, sollten einem Arzt gemeldet werden.

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